Lavendelstrauch auf dem Olivenhain La Pose mit dem gleichnamigen Olivenöl

Die Region

Die südfranzösische Region „Baronnies Provençales“ ist eine urtümliche Naturlandschaft im nördlichen Teil der Provence. Abseits der grossen Touristenströme konnten sich „les Baronnies“ eine zauberhafte Unberührtheit, Echtheit und einen speziellen Charme erhalten. Die Landschaftsbilder wechseln sich auf kurzen Distanzen ab: liebliche Täler, grüne Hügel, schroffe Felsen, wilde Hochebenen. Und dazu gesellt sich das mediterrane, trockene Klima. Ein ideales Terroir für Oliven.
 
Buis-les-Baronnies gilt als  Hauptort der Region und ist auch „geografisches“ Zentrum von La Pose, dem Olivenöl mit der „Nature pure“-Garantie.

Die Provence – die schönste Region Frankreichs

Eine Region, die ihren Klischees voll entspricht: die Schönheit der Landschaft verbunden mit einer  bewundernswerten Lebensart. Die Region, die sich zwischen der italienischen Grenze und der Rhone ausbreitet. Als Bindeglied zwischen dem Mittelmeer im Süden und den Alpen im Norden.

Der azurblaue Himmel, die unverfälschten, typischen Landschaften und das reiche Kulturerbe. Der Gesang der Zikaden, der Duft des Lavendels und Thymians. Das weiche Licht und schliesslich nochmals die hohe Lebensqualität – sie alle machen aus der Provence die meistbesuchte Region Frankreichs.

Die hügelige Landschaft und das mediterrane Klima sind geradezu für den Weinbau und für Olivenhaine geschaffen. Produkte aus Kleinkulturen mit hoher Qualität. Kulturen, die wiederum stark die Landschaft prägen. Landschaften, die Maler wie Cézanne, Van Gogh, Chagall oder Giono bezaubert haben. Die Provence bildet auch die Bühne für „Typen“ wie Pagnol, Fernandel und Raimu. Eigensinnig, aber herzlich – mit den bekannt humorvollen Dialogen zwischen Pastis und Petanque. Ein weiteres Abbild über die provenzalische Lebensart.

Baronnies Provençales – Bindeglied zwischen Alpen und Provence

Les Baronnies Provençales – im Norden der Provence, im Süden der Dauphiné, zwischen Rhône und Alpen. Eine Region wenig bekannt oder gar etwas vergessen, fernab der grossen Achsen. Hügelig, teilweise gar alpin anmutend, durchzogen von kleinen Strassen und Pfaden. Rasch wechselnde Landschaften. Mal von einzigartiger, lieblicher Schönheit, dann hin und wieder geheimnisumwittert.

Les Baronnies – ein „Mischling“! Eine Region, die eigentlich zum Einflussbereich der Dauphiné gehört, sich aber der Provence zugeordnet fühlt. Geprägt von einer kleinstrukturierten Landwirtschaft, ähnlich eines Mosaiks. In der Nord-Süd-Achse eingebettet zwischen zwei Bergketten, le Diois und dem Mont Ventoux. Im Osten das Tal des Buech, im Westen die Weinberge vom Rhonetal.

Ähnlich das Klima – grundsätzlich mediterran, aber mit starken Brüchen. Im Sommer häufig heiss mit Wassermangel, der Winter teilweise streng mit Temperaturen, die auch mal minus 10° betragen können. Die starken Wechsel zwischen mediterranen und alpinen Verhältnissen kommen denn auch bei der Vegetation zum Ausdruck. In Form von mit Thymian bedecktem Heideland (la Garrigue), Wäldern mit Flaumeichen und von Obstgärten (Aprikosen, Kirschen, Oliven). 

Diese Komplexität der Baronnies hat viel mit der Lage, dem Relief zu tun. Wer zum ersten Mal die Region besucht gibt sich überrascht – zum einen die schroffen Felsen, die fast alpinen Verhältnisse vermitteln, zum andern die liebliche Landschaft der Täler, teilweise auch der Hochebenen. In rascher Abfolge. Über kleine Pässe verbunden.

Geschichte – humane Tradition

Landschaft und historische Vergangenheit prägen wie anderswo ihre Bewohner (les Baronniards). Die Bezeichnung „les Baronnies“ existiert, laut Lionel Tardy, dem Direktor des künftigen regionalen Naturparks (Parc Naturel Régional des Baronnies Provençales), seit dem Ende des 13. Jahrhunderts. Zwei Landesherren, Mévouillon und Montauban, hielten alle Macht in ihren Händen. Die Region bildete während des Religionskriegs, im Anschluss an das eigentliche Mittelalter, eine Bastion der Protestanten. Die Zeit hat bei der Bevölkerung eine ausgeprägte Solidarität und Identifikation, auch in Form von Widerstand geschaffen. Ein Gefühl, das erneut im Laufe des Zweiten Weltkrieges aufkam, als die Region für die Resistance zum Zufluchtsort wurde. Die humane „Tradition“ fand dann im 20. Jahrhundert eine gewisse, nicht unbedeutende Fortsetzung: Vertreter der 68er-Generation und Quereinsteiger in die Landwirtschaft fühlten sich offenbar von Landschaft und Geschichte von Baronnies angesprochen. Sie stoppten quasi die Landflucht und leisteten so einen Beitrag zur touristischen Entwicklung bei.

Regionaler Naturpark – Parc Naturel Régional des Baronnies Provençales

Der Charme der Region ist auch Anlass, einen regionalen Naturpark zu schaffen. Das architektonische Kulturerbe von zahlreichen Dörfern bildet dabei ein zentrales Motiv. Überall wurden Dächer restauriert, die Häuser saniert und in den Gässchen erneut Rosensträucher gepflanzt. Gestern noch im Stich gelassene, halb ruinierte Häuser erleben eine Renaissance. Oft auch in Form eines Gîte Rural (Landhaus) oder Maison d’Hôte (Gästehaus), um Gäste zu beherbergen.
Das Label ist Anfang 2015 erteilt worden.

Tourismus – fernab von den Massen

Der Tourismus wird wohl nie den Zauber der „Baronnies Provençales“ zerstören. Das üppige Mosaik der Landschaften, fragmentiert durch zahlreiche kleine Täler und schroffe Felsen ist nicht für die Massen geschaffen. Die banalisierende Wirkung des Massentourismus wird sich hier nicht ausbreiten. Die Authentizität der Region bleibt bewahrt. Unterwegs begegnet man denn auch hauptsächlich Velofahrern, Wanderern und Kletterern.

Buis-les-Baronnies – „Hauptort“

Buis-les-Baronnies am Fluss der Ouvèze und im Schatten des Mont Ventoux gelegen. Auf 370 Meter ü.M. Unmittelbar am Ortsausgang die Schlucht Gorge de l’Ubrieu und der Fels Saint Julien. Beide prägende Fixpunkte. Trockenes, warmes mediterranes Klima – einer der Orte in Frankreich mit überdurchschnittlich vielen Sonnentagen.

Obschon nur 2‘400 Einwohner versprüht der Ort mit seinen Arkaden und engen Gassen den Charakter eines kleinen Städtchens. Zeugin einer vielfältigen historischen Vergangenheit. „Hauptort“ von 21 Gemeinden (Kanton).
Buis-les-Baronnies figuriert ebenfalls auf den beiden Routen „Routes de l’Olivier et de la Lavande“. Und überhaupt, wer im Städtchen flaniert kommt mit, wie reichhaltig die Natur der Region ist.

La Roche sur le Buis

Auf einer kleinen Terrasse unterhalb eines Felsen „thront“ La Roche sur le Buis. Viele Blumen, viel Wasser aus Brunnen.
Es herrscht eine fast unwirklich scheinende Ruhe. Die Resten einer Burg zeugen noch von der mittelalterlichen Wehrhaftigkeit. Ein typisches Provence-Dorf! Une indéfinissable douceur de vivre.

Das Dorf liegt auf 700 Meter über Meer und ist fünfeinhalb Kilometer von Buis entfernt. Auf dem Weg nach La Roche reiht sich Olivenhain an Olivenhain. Das Terroir des Olivenöls La Pose.

La Cigale – die Königin des Sommers

Das Zirpen der Zikaden bildet zusammen mit dem Boule-Spiel, einem Glas Pastis und der mittäglichen Siesta im Schatten der Eichenbäume eine einmalige Sinfonie, die so charakteristisch ist für das Leben in Südfrankreich.

La Cigalle, die Zikade, die Königin des Sommers in der Provence

Allerdings kann man den Gesang des Wappentiers der Provence nur unter besonderen Umständen hören: die Temperatur muss mindestens 25 Grad im Schatten betragen. Und keine störenden Geräusche in der Nähe!
Nur die männlichen Zikaden singen, um damit die Weibchen anzulocken: es handelt sich also um Brautwerbung.
Der Dichter und Nobelpreisträger Frédéric Mistral machte „la Cigale“ zum Symbol der Provence: „Die Sonne bringt mich zum Singen“.